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Respiratorische Virus Infektionen inklusive COVID-19 (CARV) bei Patienten mit malignen Erkrankungen: Prävention und Management

Stand Mai 2026
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Inhaltlich relevante Änderungen gegenüber der Vorversion

In der vorliegenden Version der Leitlinie zur Diagnostik und dem Management von Infektionen mit respiratorischen Viren bei Patienten (Pat.) mit Krebserkrankungen sind die aktuellen Daten zur Evidenz für die entsprechenden Empfehlungen aus der Literatur seit 2018 eingepflegt. Es enthält ein eigenes Kapitel zur Infektion mit SARS-CoV. Neu ist ein Algorithmus, der spezifische Therapiemaßnahmen für Infektionen mit Influenza, Parainfluenza, RSV und dem Adenovirus beschreibt.

 

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1Zusammenfassung

Ambulant erworbene Virusinfektionen der Atemwege (Community-acquired respiratory tract infections (CARVs)) können bei Pat. mit Krebserkrankungen zu schweren Krankheitsbildern führen. Dies erfordert Maßnahmen zur schnellen Diagnose und zum effektiven Management.

Die Leitlinie ‚Prevention, diagnosis and management of community acquired respiratory virus infections including COVID-19 in patients with cancer: 2025 updated evidence-based guideline of the infectious diseases working party (AGIHO) of the German society of hematology and medical oncology (DGHO)’ wurde von der Arbeitsgemeinschaft Infektionen der DGHO (AGIHO) für die Diagnostik und Therapie dieser Patienten erstellt [1]. Grundlagen der Empfehlungen sind eine systematische Literaturrecherche, die einheitliche Bewertung der Evidenzstärke [2] und ein Konsensfindungsprozess. Dies ist die Kurzfassung dieser Empfehlungen.

2Grundlagen

Die Leitlinien beruhen auf einer systematischen Literaturrecherche und einer einheitlichen Bewertung der Empfehlungsstärke (Tabelle 1) und Qualität der Evidenz (Tabelle 2) nach den Kategorien der European Society of Clinical Microbiology and Infectious Diseases (ESCMID).

Tabelle 1: Stärke der Empfehlung in Leitlinien der AGIHO 

Klassifikation, Grad

Definition

A

Starke Empfehlung

B

Moderate Empfehlung

C

Schwache Empfehlung

D

Empfehlung gegen den Einsatz

Tabelle 2: Qualität der Evidenz in Leitlinien der AGIHO 

Klassifikation, Grad

Definition

I

  • Ergebnisse aus ≥ 1 gut geplanten, randomisierten klinischen Studie

II

  • Ergebnisse aus ≥ 1 gut geplanten klinischen Studie, ohne Randomisation;

  • aus Kohorten- oder Fall-Kontrollstudien (möglichst aus > 1 Zentrum);

  • dramatische Ergebnisse aus nicht - kontrollierten Studien

III

  • Basierend auf Meinungen angesehener Experten, auf klinischer Erfahrung, auf deskriptiven Fallstudien oder auf Berichten von Expertengruppen

Tabelle 3: Qualität der Evidenz in Leitlinien der AGIHO 

Index

(nur für Evidenzqualität Grad II)

Definition

r

Metaanalyse oder systematische Übersicht kontrollierter, randomisierter Studien

t

Evidenztransfer, d. h. Ergebnisse unterschiedlicher Patientenkohorten oder von Patienten mit ähnlichem Immunstatus

h

Vergleichsgruppe ist eine historische Kontrolle.

u

nicht-kontrollierte klinische Studie

a

Abstract, publiziert bei einem internationalen Treffen

2.1Definition

Infektionen durch ambulant erworbene Virusinfektionen der Atemwege (Community-acquired respiratory tract Infections (CARVs)) können zu unterschiedlichen Krankheitsbildern führen. Unterschieden werden:

  • Infektionen der oberen Atemwege (Upper Respiratory Tract Infection, URTI)

    • typische Symptome sind Husten, Auswurf, Halsentzündung und/oder Kurzatmigkeit

  • Grippe-ähnliche Erkrankung (Influenza-like Infection, ILI)

    • typische Symptome sind plötzliches Auftreten von Fieber, allgemeines Unwohlsein, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen oder mindestens ein Symptom von Infektionen der oberen Atemwege: Husten, Halsentzündung und/oder Kurzatmigkeit

  • Infektionen der unteren Atemwege (Lower Respiratory Tract Infection, LRTI)

    • klinischer oder radiologischer Nachweis einer Pneumonie

Zur Sicherung der viralen Genese ist der Virusnachweis in Abstrichen, aus Flüssigkeit von Spülungen des Nasen-Rachenraums oder einer bronchoalveolären Lavage erforderlich.

2.2Epidemiologie

Einige CARV-ähnliche Infektionen wie Influenza oder Infektionen mit dem Respiratory Syncytial Virus (RSV) unterliegen saisonalen Schwankungen, die meisten dieser Infektionen treten in den Wintermonaten auf. Andere Erreger wie Rhinoviren oder Parainfluenza verursachen jahreszeitlich unabhängige Infektionen. Zielgerichtete Diagnostik und angemessenes, klinisches Management ist bei allen symptomatischen Patienten unabhängig von der Jahreszeit erforderlich.

CARV-Infektionen können den Krankheitsverlauf bei Pat. mit Krebserkrankung in unterschiedlicher Weise beeinflussen. Häufig führen sie zu einer Verzögerung der spezifischen, z. B. systemischen Krebstherapie. Lebensbedrohliche Verläufe sind bei Infektionen der oberen Atemwege selten. Die meisten Todesfälle treten bei Infektionen der unteren Atemwege auf. Die Mortalität hängt von dem jeweiligen Virus ab. Sie kann bei Influenza- oder RSV-Infektionen bei bis zu 25% liegen. Diese Daten sind allerdings vorsichtig zu bewerten, weil möglicherweise ungünstige Verläufe und Beobachtungen bei hochgradig immunsupprimierten Patienten z. B. nach Stammzelltransplantation häufiger publiziert werden. Bei etwa 30% der CARV-Infektionen treten Ko-Infektionen mit Bakterien, Pilzen oder anderen Viren auf. Vor allem bakterielle und fungale Ko-Infektionen haben entscheidenden Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung.

Risikofaktoren für schwere Verläufe bei CARV-Infektionen sind

  • maligne hämatologische Grunderkrankung

  • metastasierte Krebserkrankung

  • aktive Grunderkrankung

  • Lymphopenie

  • Immunsuppression: Steroide, Graft-versus-Host Erkrankung, Zytopenie

  • Hypogammaglobulinämie

  • fehlende antivirale Therapie

3[Kapitel nicht relevant]

4[Kapitel nicht relevant]

5Diagnose

5.1[Kapitel nicht relevant]

5.2Diagnostik

Bei Pat. mit Krebserkrankung mit charakteristischen Symptomen einer CARV-Infektion sollte eine gezielte Diagnostik eingeleitet werden. Empfehlungen sind in Tabelle 4 zusammengefasst.

Tabelle 4: Diagnostik bei Krebspatienten mit Symptomen einer CRV-Infektion 

Population

Fragestellung / Ziel

Untersuchung

Empfehlung und Evidenz [2]

Symptomatische Pat. mit maligner Erkrankung

Nachweis eines viralen Erregers

Abstriche aus Nase / Rachen oder aus Flüssigkeit von Spülungen des Nasen-Rachenraums oder einer bronchoalveolären Lavage (BAL)

A-IItr

Untersuchung mittels DNA/RNA Amplifikation (Nucleic acid amplification techniques, NAT)

A-IItr

Nachweis eines viralen Erregers zum Nachweis einer SARS-Cov-2 und Influenza Infektion

Antigen Test

C-IItu

Immunsuppression mit bekannter CARV-Infektion

Nachweis virales shedding

Wiederholte Testung

B-IIu

Symptomatische Pat. mit Krebserkrankung

Nachweis einer Infektion der unteren Atemwege (LTRI) mit CARV-Infektion

 

CT-Thorax

 

A-III

 

Röntgen Thorax

 

D-III

6Therapie

6.1Therapiestruktur

6.1.1Infektionskontrolle

Angesichts des Risikos von lokalen Virusepidemien mit fatalen Konsequenzen besteht die wichtigste Maßnahme in der Infektionskontrolle. Maßnahmen sind in Tabelle 5 zusammengefasst.

Tabelle 5: Infektionskontrolle von CARV-Infektionen bei Patienten mit Krebserkrankung 

Population

Ziel

Maßnahme

Empfehlung und Evidenz

Immunsuppression, Krebserkrankung, enger Kontakt, medizinisches Personal

Übertragung verhindern

Hände-Hygiene

A-IIt

Gesichtsmaske

A-IIt

FFP2/N95 Maske vs chirurgische Maske

B-IItr

Immunsuppression, Krebserkrankung, mit CARV-Infektion und Kontaktpatienten

Übertragung verhindern

Isolation

A-IIu

Allogene SCT/CAR T Zelltherapie, symptomatische CARV-Infektion

Vermeidung Progression der Infektion, Verbesserung Überleben

Wenn möglich Konditionierung verschieben

B-IIu

Alle anderen Tumortherapien und symptomatische CARV-Infektion

Vermeidung Progression der Infektion, Verbesserung Überleben

Wenn möglich Therapie verschieben

C-III

Allogene SCT/CAR T Zelltherapie, asymptomatische CARV-Infektion

Vermeidung Progression der Infektion, Verbesserung Überleben

Wenn möglich Konditionierung verschieben

C-IIu

Alle anderen Tumortherapien und asymptomatisches Shedding

Prävention der Erkrankungsprogression

Tumortherapie fortführen

B-III

Immunsuppression, Krebserkrankung

Prävention einer Influenza Infektion, Überleben verbessern

Impfung gegen Influenza

A-IIu

Immunsuppression, Krebserkrankung

Prävention einer SARS-CoV-2 Infektion, Überleben verbessern

Impfung gegen SARS-CoV-2

A-IIt

Immunsuppression, Krebserkrankung

Prävention RSV Infektion, Überleben verbessern

Impfung gegen RSV

A IIt

Abk.: SCT: Stammzelltransplantation, CAR T: chimeric-antigen-receptor Zelltherapie

6.1.2Supportive Maßnahmen und Management

Es gibt keine belastbare Evidenz zur Wirksamkeit gängiger Maßnahmen, einschl. Hausmitteln, auf den Infektionsverlauf bei Krebspatienten. Das betrifft Vitamin C, Echinacea, Knoblauch, Zink, Inhalationen mit Luftbefeuchtern, chinesische Kräuter u. a. Auch Schmerzmittel oder nicht-steroidale Antiphlogistika haben nur wenig Einfluss auf Schwere und Dauer des Krankheitsverlaufs. Allerdings gibt es Hinweise auf einen beträchtlichen Placebo-Effekt dieser Maßnahmen. Sie können eingesetzt werden, solange kein Hinweis auf eine möglicherweise schädliche Wirkung vorliegt.

6.1.3Antivirale Therapie

Die Empfehlungen für spezifische Arzneimittel sind in Abbildung 1 und Tabelle 6 zusammengefasst.

Abbildung 1: Antivirale Therapie bei respiratorischen Virus-Infektionen von Krebspatienten (außer COVID-19) 
Tabelle 6: Antivirale Therapie bei CARV-Infektionen in Patienten mit Krebserkrankung: Influenza, PIV, RSV und Adenoviren 

Risikogruppe

Ziel

Arzneimittel

Empfehlung und Evidenz [2]

Immunsuppression, Krebserkrankung, symptomatische CARV-Infektion

Prävention einer LRTI und Reduktion von Mortalität

Beginn einer antiviralen Therapie so schnell wie möglich

A IIt

Immunsuppression, Krebserkrankung, mit Influenza

Prävention LRTI, Verkürzung der Krankheitsdauer

Oseltamivir

A-IIt

Immunsuppression, Krebserkrankung, mit Influenza

Prävention LRTI, Verkürzung der Krankheitsdauer

Zanamivir

A-IIt

Immunsuppression, Krebserkrankung, mit Influenza

Prävention LRTI, Verkürzung der Krankheitsdauer

Baloxavir

B-IIt

Immunsuppression, Krebserkrankung, mit Influenza

Prävention LRTI, Verbesserung Überleben

IVIG

C-III

Immunsuppression, Krebserkrankung, mit RSV

Verhinderung von LRTI, Verbesserung der Überlebensrate

Ribaravin

B-IIu

Immunsuppression, Krebserkrankung, mit RSV

Verhinderung von LRTI, Verbesserung der Überlebensrate

IVIG

B-IIu

Immunsuppression, Krebserkrankung, mit RSV

Verhinderung von LRTI, Verbesserung der Überlebensrate

Palivizumab

C-IIu

Immunsuppression, Krebserkrankung, mit Parainfluenza

Verhinderung von LRTI, Verbesserung der Überlebensrate

Ribaravin

C-III

Immunsuppression, Krebserkrankung, mit Parainfluenza

Verhinderung von LRTI, Verbesserung der Überlebensrate

IVIG

C-III

Adenovirus-assoziierte Pneumonitis

Heilung

Cidofovir

B-IItu

Abkürzungen: LRTI – Infektion der unteren Atemwege; RSV - Respiratory Syncytial Virus;
6.1.3.1Influenza

Traditionell wurden bei als therapiepflichtig eingestuften Pat. Amantidin oder Rimantadin eingesetzt. Die Resistenzraten sind inzwischen so hoch, dass diese Arzneimittel nicht mehr empfehlen werden. Als Arzneimittel der Wahl gelten Neuraminidase-Inhibitor unter Abwägung von Wirksamkeit und Nebenwirkungen. Sie sind sowohl für die Therapie als auch für die Prophylaxe geeignet.

Allerdings liegen bisher kaum Daten für die Wirksamkeit dieser Arzneimittel bei Pat. mit Krebserkrankung vor. Studien wurden fast ausschließlich bei Transplantationspatienten durchgeführt. Deswegen können keine allgemeingültigen Empfehlungen für oder gegen den Einsatz spezifischer Arzneimittel bei Pat. mit Krebserkrankung gegeben werden. Es sollten lokale Protokolle zum Umgang mit Influenza, die mit den lokalen Infektiologen abgestimmt sind, Anwendung finden. Dazu gehören:

  • Indikationen zur Therapie

  • Indikationen zur Prophylaxe/Post-Expositionsprophylaxe

  • Dosierung.

Bei der Erstellung dieser Protokolle gilt es zu beachten, dass Pat. mit Krebserkrankung deutlich länger brauchen, bis die Befunde aus respiratorischen Materialien negativ geworden sind, was eine längere Dauer der Behandlung und Hygiene-Maßnahmen in diesem spezifischen Setting rechtfertigt, in der Regel bis zum negativen Befund.

6.1.3.2Respiratory Syncytial Virus (RSV)

RSV-Infektionen werden in der Regel mit intravenösem Immunglobulin und Ribavirin behandelt. Der monoklonale Antikörper Palivizumab ist in Europa nur für Kinder zugelassen. Sein Zusatznutzen gegenüber Immunglobulinen ist nicht sicher belegt.

6.1.3.3Parainfluenza (PIV)

Die Erfahrungen mit antiviraler Therapie, vor allem Ribavirin, ist begrenzt. Die Wirksamkeit ist nicht sicher belegt, möglicherweise auch aufgrund späten Behandlungsbeginns und aufgrund relevanter, bakterieller Koinfektionen. Dennoch kann ein Therapieversuch mit Ribavirin gerechtfertigt sein.

6.1.3.4Adenovirus

Eine antivirale Therapie mit Cidofovir ist bei immunsupprimierten Pat. mit Infektionen der unteren Atemwege (Pneumonie) gerechtfertigt. Experimentelle Ansätze bei Pat. nach allogener Stammzelltransplantation sind Infusionen von Spenderlymphozyten (DLI) oder der adaptive Transfer von spezifischen T-Zellen.

6.1.3.5Humaner Metapneumovirus (hMPV), Rhinovirus, Coronavirus und andere

Die kausale Therapie mit Ribavirin hat bei diesen Virusinfektionen keine überzeugenden Ergebnisse erzielt. Deswegen können keine allgemeingültigen Empfehlungen für oder gegen den Einsatz spezifischer Arzneimittel bei Infektionen mit diesen Viren bei Pat. mit Krebserkrankung gegeben werden.

6.1.3.6COVID-19

Die Infektion mit SARS-CoV-2 ist eine Bedrohung für immunsupprimierte Pat. Ein früher Beginn einer antiviralen Therapie ist für einen günstigen Verlauf der COVID-19 Erkrankung in dieser Population eine wichtige Voraussetzung. Deshalb sollte die Behandlung mit Nirmatrelvir/Ritonavir mit Beginn der Krankheitssymptome innerhalb von 72 Stunden eingeleitet werden, um der Krankheitsprogression, Hospitalisierung und Tod bei nicht-hospitalisierten Pat. vorzubeugen. Eine Übersicht über die evidenzbasierten Empfehlungen zum Management einer COVID-19 Erkrankung bei Pat. mit einer Krebserkrankung geben Tabelle 7 und Abbildung 2. Bei sehr schweren Verläufen empfehlen wir ergänzend die Übersicht in der korrespondierenden S3-Leitlinie [3].

Tabelle 7: Antivirale Therapie bei CARV-Infektionen bei Pat. mit Krebserkrankung: COVID-19 

Risikogruppe

Ziel

Arzneimittel

Empfehlung und Evidenz [2]

Krebserkrankung, mit COVID-19, milder Verlauf, ambulant

Prävention Hospitalisierung und/oder Tod

Nirmatrelvir/Ritonavir

A IIt

Krebserkrankung, mit COVID-19, milder Verlauf, ambulant

Prävention Hospitalisierung und/oder Tod

Remdesivir

A-IIt

Krebserkrankung, mit COVID-19, milder Verlauf, ambulant

Prävention Hospitalisierung und/oder Tod

Molnupiravir

C-IIt

Krebserkrankung, mit COVID-19, milder Verlauf ambulant, oder milder bis moderater Verlauf, hospitalisiert

Verkürzung der Krankheitsdauer, Beschleunigung der Virusclearance

Kombination Remdesivir mit Nirmatrelvir/Ritonavir

C-IIu

Krebserkrankung, mit COVID-19, hospitalisiert, moderat (Kein Sauerstoff)

Verkürzung der symptomatischen Erkrankung

Remdesivir für 5 – 10 Tage

B-IIt

Krebserkrankung, mit COVID-19, hospitalisiert, moderat (low-flow Sauerstoff)

Reduktion von Mortalität

Dexamethason 6 mg/d für bis zu 10 Tage

A-IIt

Krebserkrankung, mit COVID-19, hospitalisiert, moderat (low-flow Sauerstoff) und systemische Inflammation

Reduktion von Mortalität

JAK-Inhibitoren

Tocilizumab

Anakinra

B-IIt

B-IIt

C-IIt

Krebserkrankung, mit COVID-19, alle Pat.

Prävention thromboembolischer Komplikationen

Low-dose LMWH

A-IIt

Krebserkrankung, mit COVID-19, hospitalisiert, moderater Verlauf, weitere Risikofaktoren1

Prävention thromboembolischer Komplikationen und Reduktion von Mortalität

Intermediate-dose oder therapeutische Antikoagulation

B-IIt

Krebserkrankung, mit COVID-19, hospitalisiert, schwerer Verlauf, high-flow Sauerstoff/NIV, MV, ECMO)

Prävention thromboembolischer Komplikationen und Reduktion von Mortalität

Intermediate-dose Antikoagulation

B-IIt

Krebserkrankung, mit COVID-19, hospitalisiert, schwerer Verlauf, high-flow Sauerstoff/NIV, MV, ECMO)

Prävention thromboembolischer Komplikationen und Reduktion von Mortalität

Routine therapeutische Antikoagulation

D-IIt

Abk.: LMW: low-molecular-weight Heparin, NIV: nicht-invasive Beatmung, ECMO: extrakorporale Membranoxygenierung, MV: mechanische Beatmung
Abbildung 2: Management bei Infektion mit COVID-19 und Krebserkrankung 

7[Kapitel nicht relevant]

8[Kapitel nicht relevant]

9Literatur

  1. Prevention, diagnosis and management of community acquired respiratory virus infections including COVID-19 in patients with cancer: 2025 updated ecidence-based guideline of the infectious diseases working party (AGIHO) of the German society for hematology and medical oncology (DGHO). AnnHematol (2026) 105:46. DOI:10.1007/s00277-026-06769-9

  2. Ullmann AJ, Aguado JM, Arikan-Akdagli S, et al.: Diagnosis and management of Aspergillus diseases: executive summary of the 2017 ESCMID-ECMM-ERS guideline. Clin Microbiol Infect. 24(Suppl 1): e1-e38, 2018. DOI:10.1016/j.cmi.2018.01.002

  3. S3-Leitlinie - Empfehlungen zur Therapie von Patienten mit COVID-19, Version 12.0 (März 2026). AWMF online. Stand 24.03.26. https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/113-001

10[Kapitel nicht relevant]

11[Kapitel nicht relevant]

12[Kapitel nicht relevant]

13[Kapitel nicht relevant]

14[Kapitel nicht relevant]

15Anschriften der Verfasser

Dr. med. Elena Busch
Universitätsklinikum Heidelberg
Medizinische Klinik (Krehl-Klinik)
Innere Medizin V
Im Neuenheimer Feld 410
69120 Heidelberg
Prof. Dr. med. Oliver A. Cornely
Uniklinik Köln, Klinik I für Innere Med.
Zentrum für Klinische Studien
Infektiologie-Hämatologie-Onkologie
Kerpener Str. 62
50937 Köln
Prof. Dr. med. Hermann Einsele
Universitätsklinikum Würzburg
Medizinische Klinik und Poliklinik II
Oberdürrbacher Str. 6
97080 Würzburg
PD Dr.med. Nicola Giesen
Robert-Bosch-Krankenhaus
Auerbachstr. 110
70376 Stuttgart
Prof. Dr. med. Marcus Hentrich
Rotkreuzklinikum München gGmbH
III. Medizinische Abteilung -
Hämatologie und Onkologie
Nymphenburger Str. 163
80634 München
Dr. med. Larissa Henze
Asklepios Harzklinik Goslar
Medizinische Klinik II
Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin
Kösliner Str. 12
38642 Goslar
Prof. Dr. med. Claus Peter Heußel
Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg
Abteilung für Diagnostische & Interventionelle Radiologie
Amalienstr. 5
69126 Heidelberg
Dr. Christian Hohmann
Klinikum Bremen Mitte
Sankt-Jürgen-Str. 1
28205 Bremen
Dr. Björn Jensen
Universitätsklinikum Düsseldorf
Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie
Moorenstr. 5
40225 Düsseldorf
Dr. med. Dr. phil. Elham Khatamzas
Universitätsklinikum Heidelberg
Zentrum für Infektiologie
Im Neuenheimer Feld 324
69120 Heidelberg
PD Dr. med. Sibylle Mellinghoff
Universitätsklinikum Köln
Klinik I für Innere Medizin
Kerpener Str. 62
50937 Köln
Dr. med. Malte B. Monin
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Onkologie, Hämatologie, KMT mit
Abteilung für Pneumologie
Martinistr. 52
20246 Hamburg
Prof. Dr. med. Christina Rieger
Hämatologie Onkologie Germering
Landsberger Str. 27
82110 Germering
Dr. med. Philippe Schafhausen
Universitätskrankenhaus Eppendorf
II. Medizinische Klinik, UCCH,
Onkologie und Hämatologie
Martinistr. 52
20246 Hamburg
PD Dr. med. habil. Enrico Schalk
Universitätsklinikum Magdeburg
Klinik für Hämatologie, Onkologie und Zelltherapie
Leipziger Str. 44
39120 Magdeburg
Prof. Dr. med. Karsten Spiekermann
Klinikum der Universität München
Medizinische Klinik und Poliklinik III
Campus Großhadern
Marchioninistr. 15
81377 München
PD Dr. med. habil. Daniel Teschner
Universitätsklinikum Würzburg
Medizinische Klinik II
Oberdürrbacher Str. 6
97080 Würzburg
Prof. Dr. med. Sebastian Voigt
Universitätsklinikum Essen
Institut für Virologie
Virchowstr. 179
45147 Essen
Prof. Dr. med. Marie von Lilienfeld-Toal
Ruhr-Universität Bochum
Institut für Diversitätsmedizin
Universitätsstr. 150
44801 Bochum

16Erklärung zu möglichen Interessenkonflikten

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Reference:

Quellenangabe:

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