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Tisagenlecleucel (Kymriah®)

Akute Lymphatische Leukämie (ALL) » rezidiviert/refraktär » nach mindestens 2 Vortherapien
Akute Lymphatische Leukämie der B-Zellreihe bis zum Alter von 25 Jahren, Rezidiv oder Refraktärität nach mindestens zwei Vortherapien
Beiteiligte Fachgesellschaften
dgho
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Tisagenlecleucel (Kymriah®)

1Nutzenbewertung

Subgruppen (Festlegung des G-BA)

Zusatznutzen

(G-BA vom 7. 3. 2019)

Stellungnahme DGHO

keine

nicht quantifizierbar

Tisagenlecleucel führt bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit rezidivierter/refraktärer B-ALL zu Raten kompletter Remissionen zwischen 60 und 95%, einschl. MRD (Minimal Residual Disease) - Negativität, sowie zu einer Rate ereignisfreien und Gesamtüberlebens nach 30 Monaten von über 50%.

Bei Patienten mit rezidivierter/refraktärer ALL nach mindestens zwei Vortherapien ist eine sorgfältige, patientenindividuelle Abwägung der Therapieoptionen erforderlich. Der Therapieanspruch ist kurativ. Indikationsgrundlage für den Einsatz von Tisagenlecleucel ist die Zulassung.

Zur Sicherung der qualitätsgesicherten Anwendung hat der G-BA Kriterien für qualifizierte Behandlungseinrichtungen festgelegt. Basis sind:

Fachspezifische Kompetenz in der Behandlung von ALL-Patienten

Zelltherapeutische Kompetenz im Umgang mit genmodifizierten, autologen Zellen

Intensivmedizinische Kompetenz in der Behandlung schwerer Komplikationen

2Zulassung und Studien

Zulassung (EMA)

August 2018

Status

Orphan Drug

Applikation

intravenös, Monotherapie

Wirkmechanismus

Anti-CD19 CAR-T Zellen (Chimäre Antigen-Rezeptor-T-Zellen)

Studienergebnisse

Kontrollarm der Zulassungsstudie

keine Phase-III-Studien

Mortalität

Gesamtüberlebensrate nach 30 bzw. 54 Monaten zwischen 45 und 60%

Morbidität

  • Ereignisfreies Überleben nach 30 bzw. 54 Monaten zwischen 40 und 55%.

  • Rate kompletter Remissionen zwischen 60 und 95%

  • Rate an Minimal Residual Disease negativen (MRD) Remissionen zwischen 70,8 und 89,3%

Nebenwirkungen

  • Rate schwerer Nebenwirkungen im CTCAE-Grad 3/4 zwischen 86,2 und 89,9%

  • Charakteristische Nebenwirkungen: Zytokinfreisetzungssyndrom, CAR-T-Cell-Related Encephalopathy Syndrom (CRES), Thrombozytopenie, Anämie, Neutropenie und Hypogammaglobulinämie

Quellen

Fachinformation

https://www.ema.europa.eu/en/documents/product-information/kymriah-epar-product-information_de

Zulassung

https://www.ema.europa.eu/en/medicines/human/EPAR/kymriah

Studien

Nutzenbewertung

Leitlinien

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